Wirbelfraktur (Wirbelbruch oder Wirbelkörperfraktur)

 Wirbelfraktur | Dr. med. Massimo Leonardi (Wirbelsäulenchirurgie)

Wirbelfraktur | Dr. med. Massimo Leonardi (Wirbelsäulenchirurgie)

Definition Wirbelfraktur

Der Wirbelkörperbruch ist ein unfallbedingter oder durch die Osteoporose (degenerativ) hervorgerufener Bruck (Fraktur) des Wirbels an der Wirbelkörperhinterkante und Bandscheibenwand oder am Wirbelbogen und Gelenkfortsätze oder am hinteren Wirbelsäulenbandkomplex. Der stabile (nicht verschobene) Wirbelbruch bringt keine Gefahr für das Rückenmark.

Der instabile (verschobene) Bruch kann allerdings zu gefährlichen Verletzungen von Nerven an der Wirbelsäule und am Rückenmark führen. Insbesondere bei unfallbedingten Frakturen ist eine schnelle ärztliche Behandlung zwigend empfohlen, um die Folgen des Wirbelbruchs durch einen chirurgischen Eingriff zu verhindern.

Symptome von Wirbelfraktur

Bei einem stabilen (nicht verschoben) Wirbelbruch, treten Schmerzen und ein Instabilitätsgefühl auf. Der stabile Wirbelbruch kann in der Regel durch konservative Behandlung mit Schmerz- und Bewegungstherapie behandelt werden.

Symptome eines unfallbedingten und instabilen (verschobener) Wirbelfraktur äussern sich je nach dem, wo der Bruch ist und ob allenfalls Nerven und/oder das Rückenmark beim Unfall verletzt worden sind. Grössere Verletzungen rufen starke Schmerzen hervor.

Sofern das Rückenmark oder Nerven verletzt wurde, sind Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl bis zu Lähmungserscheinungen wahrnehmbar.

Bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen dürfen die Patienten auf keinen Fall bewegt werden, bis die Rettungsleute und ein Arzt kommen. In solchen Situation ist professionelles Handeln oberstes Gebot, um schwerere Lähmungen zu vermeiden, respektive ärztlich zu behandeln. Bestmögliche Erholungschancen bei Verletzungen von Nervengewebe und des Rückenmarkes gibt die Notfall-Operation.

Ursachen von Wirbelfraktur

Der unfallbedingte Wirbelbruch wird am häufigsten durch einen starken Sturz und Schlag auf den Wirbelkörper bei einem schweren Arbeits-, Auto-, Motorrad,- Bade-, Ski- oder Fahrradunfall verursacht.

Bei schwerer Osteoporose und fortwährenden Knochenabbau können die Wirbel auch ohne äusseren Einfluss brechen. Auch Tumore können einen Wirbelbruch verursachen. Osteoporotisch bedingte Wirbelfrakturen bedingen zudem eine Behandlung der Osteoporose. Ohne eine gezielte Osteoporose-Therapie wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit zu weiteren Frakturen kommen.

Therapie und Operation bei Wirbelfraktur

Beim stabilen (nicht verschobenen) Wirbelbruch mit starken Schmerzen, bei drohenden Wirbelkörperfrakturen oder einer chronischen Instabilität ist die Wiederaufrichtungs-Operation eine erfolgsversprechende Möglichkeit. Es zwei operative Verfahren zur Wirbelkörperstabilisierung: Bei der Vertebroplastik wird durch Einbringen von Knochenzement ohne Ballonaufrichtung der Wirbelkörper rekonstruiert. Bei der Kyphoplastie wird der Knochenzement nach Ballonaufrichtung des Wirbelkörpers rekonstruiert. Ergänzende Optionen sind Stabilisierung durch Implantate, Wirbelköperersatz-Implantate oder der Bandscheibenersatz. 

 
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Operative Therapien bei Wirbelbrüchen

Wenn Wirbel durch Gewalteinwirkung, Unfälle oder osteoporotische Veränderungen im Knochen einbrechen, können starke Schmerzen verursacht werden. Mit den Operations-Methode zur Rekonstruktion und dem Wideraufbau der Wirbel wird der Wirbelknochen über eine Kanüle mit Knochenzement aufgefüllt und stabilisiert.

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Dr. med. Massimo Leonardi

Seit bald 30 Jahren engagiere ich mich aus neurochirurgischer und neuroorthopädischer Perspektive in der Behandlung von Beschwerden, Verletzungen und Erkrankungen an der Wirbelsäule. Als Neurochirurg liegt mein Fokus auf der schonenden Entlastung der Nervenstrukturen.