Wirbelsäulenkrümmung (Skoliose)

 Wirbelsäulenkrümmung | Dr. med. Massimo Leonardi (Wirbelsäulenchirurgie)

Wirbelsäulenkrümmung | Dr. med. Massimo Leonardi (Wirbelsäulenchirurgie)

Definition Wirbelsäulenkrümmung

Die gesunde Wirbelsäule hat einen geschwungenen Verlauf und hält den Körper aufrecht. Von der Rückenseite aus betrachtet ist die Wirbelsäule gerade. Bei der Wirbelsäulenkrümmung (Skoliose) ist die Wirbelsäule jedoch zur Seite hin gekrümmt: Es handelt es sich um eine dreidimensionale Fehlstellung der Wirbelsäule, die durch eine Verdrehung der einzelnen Wirbelkörper um ihre Längsachse und eine gleichzeitige seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule gekennzeichnet ist.

Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule an mindestens einer Stelle seitlich abgewinkelt und dauerhaft um mehr als zehn Grad gekrümmt. Die Wirbelsäule weist einen C-, S- oder doppel-S-förmigen seitlichen Verlauf auf und kann daher aufgrund Verdrehung (Torsion) nicht mehr vollständig aufgerichtet werden.

Symptome von Wirbelsäulenkrümmung

Der Skoliosebeginn und geringe Krümmungen verursachen nur selten Schmerzen. Kinder und Jugendliche, die unter der idiopathischen Form leiden, haben in der Regel keine Schmerzen und sind auch relativ beschwerdefrei. Stärkere Verformungen sind äusserlich bei zunehmendem Schiefstand der Schultern oder dem Hervorstehen eines Schulterblatts ersichtlich.

Ausgeprägte Skoliosen deformieren zudem den Brustkorb, sodass Herz und Lunge zusammengedrückt werden und sie deshalb schlechter funktionieren. Mit einer wachsenden Wirbelsäulenverkrümmung ist die Leistungsfähigkeit zunehmend vermindert und die Lebensqualität häufig beeinträchtigt.

Ursachen von Wirbelsäulenkrümmung

Eine Wirbelsäulenkrümmung kann verschiedene Ursachen haben, wie bestimmte Muskelerkrankungen, angeborene Fehlbildungen oder auch Unfälle. Insbesondere Verletzungen und Erkrankungen können zu strukturellen Defekten der Wirbelsäule führen, z.B. Tumoren, Wirbelbrüche und Stoffwechselstörungen (wie Osteomalazie, Rachitis). Weitere Ursachen für eine Skoliose können angeborene Erkrankungen wie die Neurofibromatose (Morbus Recklinghausen) und das Marfan-Syndrom oder auch funktionelle Gründe, wie z.B. Beckenschiefstand oder Lähmungen, sein. In fast 90% der Fälle bleibt die Ursache der Wirbelsäulenkrümmung unbekannt.

Therapie und Operation bei Wirbelsäulenkrümmung

Leichte Skoliosen mit einem Krümmungswinkel unter 20 Grad werden i.d.R. mit Physiotherapie behandelt. Bei schweren Skoliosen (Cobb-Winkel < 45 Grad) und nach erfolglosem Einsatz der nicht-operativen Therapiemethoden ist ein operativer Eingriff in Betracht zu ziehen. Vor der Operation werden Behandlungen angewendet, um die Wirbelsäule zu „lockern“. In der Operation wird die Wirbelsäulenverkrümmung chirurgisch korrigiert und die Wirbelsäule in ihrer neuen Form stabilisiert. I.d.R. ist es notwendig, bestimmte Abschnitte der Wirbelsäule zu versteifen.

 
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Therapie bei Wirbelsäulen-Krümmung

Bei der Skoliosen-Operation wird die Wirbelsäulenverkrümmung chirurgisch korrigiert und die Wirbelsäule in ihrer neuen Form stabilisiert.

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Dr. med. Massimo Leonardi

Seit bald 30 Jahren engagiere ich mich aus neurochirurgischer und neuroorthopädischer Perspektive in der Behandlung von Beschwerden, Verletzungen und Erkrankungen an der Wirbelsäule. Als Neurochirurg liegt mein Fokus auf der schonenden Entlastung der Nervenstrukturen.